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Wer dauerhafte Haarentfernung ins Studio holen möchte, landet schnell bei drei Begriffen: Diodenlaser, IPL und Alexandritlaser. Die meisten Vergleiche im Netz sind für Kundinnen geschrieben, die eine Behandlung buchen wollen. Als Studioinhaberin stellen Sie andere Fragen. Welche Technik passt zu meiner Kundschaft? Was bedeutet sie für Behandlungszeit, Personal und Pflichten nach der NiSV? Und wie rechne ich aus, ob sich ein Gerät trägt?
Dieser Ratgeber beantwortet die Frage „Diodenlaser oder IPL?“ aus Sicht des Studios und ordnet den Alexandritlaser ein. Wir arbeiten mit belegten Angaben und nennen die Quellen. Wo es keine verlässlichen Durchschnittswerte gibt, zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Ihren eigenen Zahlen rechnen.
Die Kurzantwort
- Diodenlaser: Für die meisten Studios, die Haarentfernung als festen Geschäftsbereich aufbauen, die naheliegende Wahl. Die typische Wellenlänge um 810 nm dringt tiefer in die Haut ein als 755 nm und ist bei hellen bis mittleren Hauttypen breit einsetzbar.
- IPL: Kein Laser, sondern gefiltertes Breitbandlicht. Kann wirken, ist aber weniger selektiv. Für Studios interessant, die zusätzlich andere Lichtanwendungen anbieten wollen, soweit diese ohne ärztlichen Vorbehalt zulässig sind.
- Alexandritlaser: Sehr wirksam bei heller Haut und dunklem Haar. Bei dunklerer Haut steigt das Risiko, deshalb wird er häufig mit einem Nd:YAG-Laser kombiniert.
In der Wirksamkeit liegen die Lasertypen in Studien näher beieinander, als es viele Werbetexte vermuten lassen. Entscheidend für Ihr Studio sind deshalb Kundschaft, Arbeitsweise, Qualifikation des Teams und die Kosten im Betrieb.
So funktioniert dauerhafte Haarentfernung mit Licht

Laser und IPL nutzen dasselbe Prinzip. Licht wird vom Farbstoff Melanin im Haar aufgenommen, in Wärme umgewandelt und schädigt so die Strukturen, aus denen das Haar nachwächst. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beschreibt das Wirkprinzip für beide Strahlungsquellen als gleich.
Daraus folgen zwei Grundregeln, die für jede Technik gelten:
- Kontrast zählt. Am besten funktioniert die Behandlung bei viel Melanin im Haar und wenig Melanin in der Haut, also bei dunklem Haar auf heller bis mittlerer Haut. Das Gerät unterscheidet nicht zwischen dem Melanin im Haar und dem in der Haut. Je dunkler die Haut, desto höher das Risiko für Nebenwirkungen.
- Eine Sitzung reicht nie. Die Behandlung wirkt nur auf Haarfollikel, in denen gerade ein Haar wächst. Weil das immer nur ein Teil der Follikel ist, muss die Behandlung mit zeitlichem Abstand wiederholt werden.
Sehr helle, rote oder graue Haare enthalten wenig Melanin. Hier stoßen alle drei Techniken an Grenzen. Das sollten Sie in der Beratung offen sagen, statt Erwartungen zu wecken, die kein Gerät erfüllt.
Die drei Techniken im Überblick

Diodenlaser
Ein Diodenlaser erzeugt Licht in Halbleiterdioden. Für die Haarentfernung werden laut BfS häufig Laser mit 810 nm eingesetzt. Diese Wellenlänge wird vom Melanin etwas schwächer aufgenommen als 755 nm, dringt dafür tiefer ein. Eine Simulationsstudie (Mustafa et al., 2014) kommt für dunkle und mittlere Haut zu dem Ergebnis, dass beide Lasertypen geeignet sind, der Diodenlaser wegen der größeren Eindringtiefe aber im Vorteil ist.
Auf dem Markt gibt es außerdem Diodensysteme, die mehrere Wellenlängen kombinieren, häufig 755, 808 oder 810 und 1064 nm. Sie sollen die Stärken der einzelnen Wellenlängen in einem Handstück zusammenführen. Ob ein solches Gerät hält, was es verspricht, zeigen nicht die Anzahl der Wellenlängen oder eine Wattangabe, sondern die Gebrauchsanweisung, die Zweckbestimmung und die Konformitätsunterlagen des konkreten Modells.
IPL (Intense Pulsed Light)
IPL ist kein Laser. Die Strahlung ist breitbandig und umfasst laut BfS in der Regel Wellenlängen von etwa 250 nm bis 1.400 nm. Vorgeschaltete Filter engen das Spektrum typischerweise auf sichtbares Licht ab etwa 550 nm und Teile des Infrarotbereichs ein. Die Energie verteilt sich also auf viele Wellenlängen, statt auf eine einzige, die gezielt auf Melanin abgestimmt ist.
IPL-Geräte können für Haarentfernung wirksam sein. Ihr Vorteil liegt in der Vielseitigkeit: Mit anderen Filtern werden sie auch für weitere Lichtanwendungen genutzt. Prüfen Sie dabei genau, was im Studio erlaubt ist. Die Behandlung von Gefäßveränderungen und pigmentierten Hautveränderungen ist nach § 5 Absatz 2 NiSV approbierten Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Alexandritlaser
Der Alexandritlaser arbeitet mit einem Kristall als Lasermedium und einer Wellenlänge von 755 nm. Melanin nimmt diese Wellenlänge stark auf. Das macht ihn bei heller Haut mit dunklem Haar sehr effizient. Bei dunklerer Haut wird aus der Stärke eine Schwäche: Auch das Melanin der Oberhaut nimmt die Energie auf, das Risiko für Verbrennungen und Pigmentstörungen steigt. Viele Hersteller kombinieren den Alexandrit deshalb mit einem Nd:YAG-Laser bei 1064 nm, der tiefer eindringt und für dunklere Haut eingesetzt wird.
Vergleichstabelle: Diodenlaser, IPL und Alexandrit
Tabelle seitlich wischen
| Kriterium | Diodenlaser | IPL | Alexandritlaser |
|---|---|---|---|
| Lichtquelle | Halbleiterdiode, ein schmaler Wellenlängenbereich | Blitzlampe, gefiltertes Breitbandlicht | Alexandrit-Kristall |
| Typische Wellenlänge | um 810 nm, Mehrwellen-Systeme auch 755 und 1064 nm | breitbandig, gefiltert meist ab etwa 550 nm | 755 nm |
| Selektivität für Melanin | hoch | geringer, da breitbandig | sehr hoch |
| Eindringtiefe | größer als bei 755 nm | abhängig von Filter und Gerät | geringer als bei 810 nm |
| Am besten geeignet für | helle bis mittlere Haut, dunkles Haar; Mehrwellen-Systeme mit breiterem Einsatz | helle Haut, dunkles Haar | sehr helle bis helle Haut, dunkles Haar |
| Dunklere Hauttypen | mit passenden Einstellungen möglich, 1064 nm schonender | erhöhtes Risiko | erhöhtes Risiko, oft mit Nd:YAG kombiniert |
| Helle, rote, graue Haare | eingeschränkt | eingeschränkt | eingeschränkt |
| Arbeitsweise | Stempel- oder Gleittechnik, je nach Gerät | meist Einzelimpulse | meist Einzelimpulse |
| NiSV-Fachkunde | Fachkundegruppe Laser/Intensive Lichtquellen | dieselbe Fachkundegruppe | dieselbe Fachkundegruppe |
Die Tabelle beschreibt typische Eigenschaften der Techniken. Das konkrete Gerät kann davon abweichen. Maßgeblich sind immer die Unterlagen des Herstellers.
Unsicher, welche Technik zu Ihrer Kundschaft passt? Wir gehen Hauttypen, Behandlungsmix und Budget mit Ihnen durch.
Beratung anfragenWas sagen Studien zur Wirksamkeit?
Eine Netzwerk-Metaanalyse aus dem Jahr 2023 (Kao et al., Journal of Cosmetic and Laser Therapy) hat 13 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 652 Teilnehmenden ausgewertet. Der Diodenlaser zeigte nach drei und nach etwa sechs Monaten eine deutlich geringere Haarzahl als die Kontrollgruppe. Zwischen den verschiedenen Laserverfahren fanden die Autorinnen und Autoren aber keinen signifikanten Unterschied. Alle beobachteten Nebenwirkungen waren vorübergehend.
Eine ältere Vergleichsstudie (Toosi et al., 2006, Lasers in Medical Science) mit 232 Personen verglich Alexandrit, Diode und IPL direkt. Sechs Monate nach der letzten Sitzung gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Lichtquellen. Die Haarreduktion war mit dem Diodenlaser tendenziell höher, Nebenwirkungen traten in dieser Studie aber beim Diodenlaser häufiger auf.
Für Ihr Studio heißt das: Ein Laser ist kein Selbstläufer, und kein Lasertyp ist in jeder Situation „der beste“. Das Ergebnis hängt stark von den Einstellungen, der Hautbeurteilung und der Erfahrung der Anwenderin ab. Seien Sie vorsichtig mit Anbietern, die exakte Prozentwerte oder Garantien versprechen.
Hauttypen: Welche Technik für welche Kundschaft?

In der Praxis werden Hauttypen meist nach Fitzpatrick in sechs Stufen eingeteilt, von Typ I (sehr helle Haut, bräunt kaum) bis Typ VI (sehr dunkle Haut). Für die Gerätewahl ist die Zusammensetzung Ihrer Kundschaft deshalb eine der wichtigsten Fragen.
- Überwiegend helle Haut mit dunklem Haar: Alle drei Techniken können hier wirken. Alexandrit und Diode arbeiten in diesem Bereich besonders effizient.
- Gemischte Kundschaft mit hellen bis mittleren Hauttypen: Hier spielt der Diodenlaser seine Stärke aus. Die größere Eindringtiefe bei 810 nm macht ihn breiter einsetzbar als einen reinen Alexandritlaser.
- Viele Kundinnen und Kunden mit dunkler Haut: Die Wellenlänge 1064 nm (Nd:YAG) gilt hier als schonendste Option, weil sie vom Melanin der Oberhaut am wenigsten aufgenommen wird. Prüfen Sie, ob ein Gerät diese Wellenlänge bietet und für welche Hauttypen es laut Hersteller freigegeben ist.
- Gebräunte Haut: Das BfS weist darauf hin, dass die Haut vor der Behandlung nicht gebräunt sein sollte. Planen Sie Ihre Saison entsprechend und klären Sie Kundinnen vorab auf.
Unabhängig von der Technik gilt: Muttermale und andere pigmentierte Hautveränderungen dürfen nicht einfach mitbehandelt werden. Auch lichtsensibilisierende Mittel wie Johanniskraut gehören zur Anamnese.
Schmerz: Wie fühlt sich die Behandlung an?
Die Frage „Tut Laser-Haarentfernung weh?“ wird in jeder Beratung gestellt. Eine ehrliche Antwort lautet: Das Empfinden ist individuell. Kundinnen beschreiben es häufig als Wärme oder kurzes Stechen. Wie stark es empfunden wird, hängt weniger vom Lasertyp ab als von drei Faktoren:
- Kühlung: Eine wirksame Kühlung der Hautoberfläche macht die Behandlung angenehmer und schützt die Haut. Das BfS nennt unzureichende Kühlung als eine häufige Ursache für Nebenwirkungen.
- Einstellungen: Energiedichte und Pulsdauer bestimmen, wie viel Wärme entsteht.
- Arbeitsweise: Diodenlaser mit Gleittechnik geben die Energie über viele Impulse verteilt ab. Viele Kundinnen empfinden das als gleichmäßige Wärme. Einzelimpulse werden oft als punktueller wahrgenommen.
Achten Sie bei der Geräteauswahl auf die Art der Kühlung und lassen Sie sich das Gerät vorführen. Eine Testbehandlung an einer Kollegin sagt mehr als jedes Datenblatt.
Sitzungen: Wie oft muss behandelt werden?
Weil nur Haare in der Wachstumsphase erreicht werden, sind immer mehrere Sitzungen nötig. In der Studie von Toosi et al. lag die Zahl der Sitzungen bis zum optimalen Ergebnis zwischen drei und sieben. In der Praxis hängt die Zahl von Körperzone, Haarfarbe, Haardicke, Hauttyp und hormonellen Faktoren ab. Feste Zusagen wie „nach sechs Sitzungen haarfrei“ sollten Sie deshalb nicht machen.
Auch der Abstand zwischen den Sitzungen richtet sich nach dem Haarwachstumszyklus der jeweiligen Zone. Die Fachkunde-Richtlinie zur NiSV sieht vor, dass Anwenderinnen die für die jeweilige Kundin geeigneten Abstände kennen und einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Für Ihr Studio ist das ein Vorteil: Ein gut geplanter Behandlungszyklus bindet Kundinnen über Monate.
Kosten und Wirtschaftlichkeit fürs Studio
Bei den Kosten unterscheiden sich die Techniken weniger im Prinzip als im konkreten Angebot. Preise für professionelle Geräte schwanken stark nach Hersteller, Ausstattung, Service und Vertragsform. Pauschale Zahlen helfen Ihnen deshalb wenig. Besser ist es, jedes Angebot mit denselben Posten durchzurechnen.
Diese Kosten gehören in Ihre Rechnung
- Anschaffung: Kaufpreis oder monatliche Rate bei Miete, Leasing oder Finanzierung. Wie sich die Vertragsformen unterscheiden, lesen Sie in unserem Ratgeber Kaufen, mieten, leasen oder finanzieren?
- Verschleiß und Ersatzteile: Bei IPL betrifft das vor allem Lampen und Filter, bei Lasern die Diodenmodule oder Handstücke. Fragen Sie nach Lebensdauer, Austauschkosten und Garantie.
- Wartung und Service: Wartungsintervalle, Kosten, Reaktionszeit und Leihgerät im Ausfall.
- Fachkunde: Die Schulung zur NiSV-Fachkunde für jede Person, die das Gerät bedient, plus regelmäßige Aktualisierung.
- Betrieb: Raum, Augenschutz, Verbrauchsmaterial wie Gel, Strom, Versicherung und Marketing.
Der Rechenweg
Mit drei Größen lässt sich abschätzen, ob ein Gerät sich trägt:
- Monatliche Gerätekosten = Rate oder Abschreibung + Wartung + anteilige Verschleißteile.
- Deckungsbeitrag je Behandlung = Ihr Behandlungspreis abzüglich der direkten Kosten pro Behandlung (Material, anteilige Personalzeit).
- Benötigte Behandlungen pro Monat = monatliche Gerätekosten geteilt durch den Deckungsbeitrag je Behandlung.
Vergleichen Sie diese Zahl mit Ihrer realistischen Nachfrage und den freien Zeiten im Terminkalender. Hier kommt die Behandlungsdauer ins Spiel: Ein Gerät, mit dem eine große Zone schneller behandelt wird, schafft mehr Behandlungen pro Tag aus demselben Raum. Lassen Sie sich die Dauer typischer Zonen bei der Vorführung zeigen, statt sich auf Werbeangaben zu verlassen. Und rechnen Sie mit einer Anlaufphase: Geplante Nachfrage ist noch kein sicherer Umsatz.
NiSV: Diese Pflichten gelten für alle drei Techniken
Pflicht nach NiSV
Seit dem 31. Dezember 2022 dürfen Laser und IPL-Geräte zu kosmetischen Zwecken nur noch von Personen angewendet werden, die die erforderliche Fachkunde nachweisen. Ein ärztlicher Vorbehalt gilt für die dauerhafte Haarentfernung nicht.
Diodenlaser, Alexandrit und IPL gehören zur selben Fachkundegruppe „Laser/Intensive Lichtquellen“. Nach Anlage 3 der NiSV umfasst sie die Module „Grundlagen der Haut und deren Anhangsgebilde“ (mindestens 78 Lerneinheiten) und „Optische Strahlung“ (mindestens 117 Lerneinheiten), zusammen 195 Lerneinheiten zu je 45 Minuten. Für die Aktualisierung sind 8 Lerneinheiten vorgesehen. Wichtig: Eine Geräteeinweisung durch den Händler ersetzt die Fachkunde nicht. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber Diodenlaser kaufen: Was vor der Entscheidung zählt.
Entscheidungshilfe: Welche Technik passt zu Ihrem Studio?

Ein Diodenlaser passt, wenn
- Haarentfernung ein fester Geschäftsbereich werden soll,
- Ihre Kundschaft gemischte Hauttypen mitbringt,
- Sie große Zonen wie Beine oder Rücken effizient behandeln wollen,
- Sie ein Gerät suchen, das sich auf eine Anwendung konzentriert.
IPL kann passen, wenn
- Ihre Kundschaft überwiegend helle Haut und dunkles Haar hat,
- Sie mit einem Gerät mehrere zulässige Lichtanwendungen abdecken möchten,
- Sie die Folgekosten für Lampen und Filter sauber eingerechnet haben.
Ein Alexandritlaser passt, wenn
- Ihre Kundschaft überwiegend sehr helle bis helle Haut hat,
- das Gerät für dunklere Hauttypen eine zweite Wellenlänge wie Nd:YAG mitbringt,
- Budget und Wartungskonzept zu einem solchen System passen.
Fünf Fragen an jeden Anbieter
- Welche Wellenlängen hat das konkrete Modell, und für welche Hauttypen ist es laut Gebrauchsanweisung vorgesehen?
- Welche Konformitätsunterlagen und welche Zweckbestimmung gibt es für genau dieses Modell?
- Wie wird die Haut gekühlt, und wie lange halten Handstück, Dioden oder Lampen?
- Was kosten Wartung und Ersatzteile, und was passiert bei einem Ausfall?
- Welche Einweisung ist enthalten, und wie unterstützt der Anbieter beim Start?
LASRAY Gerät
HAIRMAX ultra1: Diodenlaser für Ihr Studio
Bei LASRAY setzen wir für die Haarentfernung auf den Diodenlaser HAIRMAX ultra1. Welche Einsatzbereiche, Einweisung und welcher Lieferumfang für Ihr Vorhaben passen, prüfen wir gemeinsam mit Ihnen anhand der freigegebenen Herstellerunterlagen und halten es im persönlichen Angebot fest. Ob Kauf, Miete, Leasing oder Finanzierung: Sie entscheiden, welcher Weg zu Ihrem Studio passt.
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Häufige Fragen
Ist ein Diodenlaser besser als IPL?
Für die Haarentfernung ist der Diodenlaser selektiver, weil er mit einer gezielten Wellenlänge arbeitet statt mit Breitbandlicht. Studien zeigen allerdings keine großen Unterschiede in der Wirksamkeit. Für Studios mit gemischter Kundschaft und Haarentfernung als Schwerpunkt ist der Diodenlaser meist die passendere Wahl.
Ist ein Alexandritlaser besser als ein Diodenlaser?
Nicht grundsätzlich. Der Alexandritlaser ist bei sehr heller Haut mit dunklem Haar sehr effizient. Der Diodenlaser dringt tiefer ein und ist bei einem breiteren Spektrum von Hauttypen einsetzbar. In Vergleichsstudien waren die Unterschiede in der Wirksamkeit nicht signifikant.
Was ist der Unterschied zwischen Diodenlaser und Alexandritlaser?
Vor allem die Wellenlänge und das Lasermedium. Der Alexandritlaser arbeitet mit einem Kristall bei 755 nm, der Diodenlaser mit Halbleiterdioden, typischerweise um 810 nm. 755 nm wird vom Melanin stärker aufgenommen, 810 nm dringt tiefer ein.
Welche Laser-Haarentfernung ist die beste?
Die beste Technik gibt es nicht pauschal. Entscheidend sind Hauttyp und Haarfarbe der Kundin, die Einstellungen und die Qualifikation der Anwenderin. Eine Metaanalyse von 13 randomisierten Studien fand keinen signifikanten Unterschied zwischen den Laserverfahren.
Wie viele Sitzungen sind bei der Laser-Haarentfernung nötig?
Immer mehrere, weil nur Haare in der Wachstumsphase erreicht werden. In einer Vergleichsstudie lagen die Sitzungen bis zum optimalen Ergebnis zwischen drei und sieben. Die genaue Zahl hängt von Zone, Haar und Haut ab.
Tut Laser-Haarentfernung weh?
Viele Kundinnen beschreiben ein Wärmegefühl oder kurzes Stechen. Wie stark es empfunden wird, hängt vor allem von Kühlung, Einstellungen und Arbeitsweise des Geräts ab.
Brauche ich für IPL und Diodenlaser eine Fachkunde?
Ja. Seit dem 31. Dezember 2022 ist für beide Techniken die NiSV-Fachkunde der Gruppe „Laser/Intensive Lichtquellen“ Pflicht. Sie gilt für jede Person, die das Gerät am Menschen anwendet.
Quellen
- Bundesamt für Strahlenschutz: Dauerhafte Haarentfernung (Epilation). https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-medizin-wellness/epilation/epilation.html
- Bundesministerium für Umwelt: FAQ Strahlenschutz bei kosmetischen und sonstigen nichtmedizinischen Anwendungen (NiSV). https://www.bundesumweltministerium.de/themen/strahlenschutz/nichtionisierende-strahlung/ueberblick-nichtionisierende-strahlung/faq-strahlenschutz-bei-kosmetischen-und-nichtmedizinischen-anwendungen
- NiSV § 5 und Anlage 3. https://www.gesetze-im-internet.de/nisv/
- Kao YC et al.: Efficacy of Laser in Hair Removal: A Network Meta-analysis. J Cosmet Laser Ther. 2023. PMID 37493187
- Toosi P et al.: A comparison study of the efficacy and side effects of different light sources in hair removal. Lasers Med Sci. 2006. PMID 16583183
- Mustafa FH et al.: Comparison of Alexandrite and Diode Lasers for Hair Removal in Dark and Medium Skin: Which is Better? J Lasers Med Sci. 2014. PMID 25653820